Karlhans Frank, Karin Gündisch, Dimiter Inkiow, Helga Höfle
und Manolo Lohnes, Achim Bröger, Ingrid Kötter, Salim Alafenisch, Klaus
Hoffmann, Irmgard Lucht, Martin Ebbertz, Doris Meißner-Johannknecht, Jürgen
Banscherus, Monika Feth, Regina Rusch, Stefan Gemmel, Wolfram Eicke, Tino – mit
einem dieser Namen zumindest kann jeder ehemalige Grundschüler etwas bestimmt
Positives verbinden, von Leseratten natürlich ganz zu schweigen. Denn alle der
genannten Damen und Herren verbindet eines: die Liebe zum Schreiben. Alle sind
Schriftsteller und alle haben schon an der Germersheimer Eduard-Orth-Schule in
Autorenlesungen ihre Bücher vorgestellt, daraus vorgelesen, den Kindern
anschaulich erklärt, wie aus einem Manuskript ein richtig gebundenes und schön
illustriertes Kinderbuch entsteht und sich vor allem auch von tausenden Fragen
aus allen Lebensbereichen löchern lassen. Hoch im Kurs bei jeder
Schülergeneration lagen dabei die Autogramme der jeweils gastierenden Autoren.
Die Schule, die sich zum Ziel gesetzt hat, dass jeder Schüler
mindestens einmal in seiner Grundschulzeit eine Autorenlesung miterlebt, möchte
damit die Lesemotivation und das Leseverhalten der Kinder positiv beeinflussen.
Persönliche Begegnungen mit Autoren regen viele Kinder dazu an, sich mit
Kinderliteratur zu beschäftigen und Lesen auch als Spaß machende
Freizeitgestaltung zu erleben oder wie es Peter Härtling einmal treffend
ausdrückte, dass Lesen wie Fernsehen im Kopf sei. Wenn Vorbereitung,
Durchführung und Nachbereitung von Autorenlesungen sorgfältig geplant sind,
dienen sie der Leseförderung im besonderen Maße. Wir wollen damit auch den
Ergebnissen der PISA-Studie, wonach neben den allgemein bekannten größeren
Leseschwierigkeiten deutscher Schüler im Lesen auch die Freude am Lesen im
Vergleich zu anderen Ländern bei unseren Kindern gering ausgeprägt ist,
entgegenwirken.
Autorenlesungen