Mit gezielten Fragen die Welt erkunden
„Willi wills wissen“ Redakteur zu Gast
bei der EOS
Welches Kind kennt Willi nicht? Willi, den Reporter aus unzähligen
Fernsehserien? Willi ist ständig auf Achse und erkundet die Welt mit neugierigen
Fragen. Willi ist so erfolgreich, dass es sogar Kinofilme von ihm gibt, ein alle
6 Wochen erscheinendes Magazin, DVDs, CDs und natürlich die bekannten
Willi-Sachbücher. Willi persönlich war nicht zu Gast bei Dritt- und
Viertklässern der Eduard-Orth-Schule in Germersheim, obwohl sich die Kinder über
diesen bekannten Gast sicher sehr gefreut hätten. Doch nicht minder begeistert
waren sie, dass sie von einem Mitstreiter und Bekannten Willis besucht wurden,
der seinem Publikum zuerst den Titelsong vorspielte, den alle begeistert
mitsangen. Der studierte Journalist Harald Kiesel verfasst Sachbücher der
Willi-Reihe und erklärte den Schülern sehr anschaulich, wie moderne Medien
entstehen. Gemeinsam mit den Kindern ging er zunächst der Frage nach: „Wie
kommen Texte und Bilder in die Zeitung?“. Anhand vieler informativer Bilder, die
auf die große Leinwand projiziert wurden, zeigte er anschaulich, wie Willi
diesen Prozess bei einer Redaktion miterlebt. Ausgehend von der Idee einer
Lokalreporterin einen Bericht über Schildkrötenzüchter zu schreiben, dauert es
rund 15 Stunden, bis diese im Lokalteil gedruckt ist: Redaktionssitzung -
Terminvereinbarung – Interview vor Ort mit den Züchtern im Beisein des
Pressefotografen – Schreiben des Artikels – Vorlage beim Chefredakteur –
Vornahme kleiner Verbesserungen – Senden des Artikels an die Druckerei. Dort
kommen alle von den Redakteuren gemailten Zeitungsartikel auf einen Film, bevor
die ersten Zeitungen gegen Mitternacht in Druck gehen können. Für die Schüler
war interessant zu erfahren, dass für die Entstehung einer Ausgabe von
Tageszeitungen 30 riesige Rollen von Papier mit einer Länge von jeweils 18 km
Länge benötigt werden – also rund 540 km Druckpapier täglich. Anschließend
zeigte Harald Kiesel, wie Stars und Sternchen in der von vielen Kindern und
Jugendlichen beliebten Zeitschrift „Bravo“ gemacht werden. Um das Medienangebot
zu vervollständigen, besuchte Willi noch einen Fußballreporter im Stadion und H.
Kiesel erklärte den Kindern, wie die O-Töne von der Sprechertribüne zu unseren
heimischen Rundfunkempfängern gelangen. Abschließend ging es darum zu zeigen,
wie die beliebten „Willi wills wissen“ Sendungen für das Fernsehen entstehen.
Für die Herstellung einer Fernsehsendung werden 3 Wochen gebraucht, während die
Herstellung eines Sachbuches dieser Willi-Reihe ein halbes Jahr in Anspruch
nimmt. Bevor es die ersehnten Autogramme und dankenswerterweise Buchgeschenke
für die Schülerbücherei gab, fragte Herr Kiesel seine sehr interessierten
Zuhörer, über welche Themen weitere Sachbücher der Willi-Serie verfasst werden
sollten. Neben zu erwartenden Vorschlägen wie über Kampfsportarten, Fußball und
Süßigkeiten zeigten die Grundschüler auch Interesse an Musik und
Musikinstrumenten, Schule und Lehrern und – sehr erstaunlich – an Alchemie. Es
gelang Harald Kiesel gut, den Schülern einen schwierigen Sachverhalt
unterhaltsam und kurzweilig zu vermitteln. Die Schule dankt der Stadtverwaltung
Germersheim und dem Förderverein für die finanzielle Unterstützung dieser
informativen Lesungen.
